Der Tag des Heimflugs... 05.09.2008 @ 19:25
Angekommen!
T minus X 27.08.2008 @ 18:36

Mein Jahr in Japan neigt sich unaufhaltsam dem Ende entgegen und ich blicke auf viele ereignisreiche und schöne Tage zurück. Leider konnte ich diese Erlebnisse - entgegen meinen Beteuerungen - besonders in letzter Zeit nicht mehr hier beschreiben. Die Liste mit Dingen, die ich noch tun möchte ist lang, die Liste der Dinge, die ich bereits getan habe, ist allerdings noch länger. Viele Bilder und Geschichten drängen mich geradezu zu weiteren Einträgen, die ich wohl erst in Deutschland fertigstellen oder direkt persönlich berichten kann (-_-)"

Mein Flug zurück in die Heimat geht am Freitag, den 05. September vormittags in Tokyo los und endet dann am selben Tag abends in Frankfurt am Main. Ich freue ich mich darauf, Euch alle wieder zusehen und endlich mal wieder ein gescheites Weißbier trinken zu können! Bis bald (^_^)/"

Japaner und die englische Sprache 03.07.2008 @ 04:48

Schon vor meinem Aufbruch nach Japan habe ich mich mit dieser Frage beschäftigt und heute wird sie mir von Leuten gestellt, die in absehbarer Zeit nach Japan reisen möchten: "Kommt man in Japan mit Englisch durch?"
Meine Antwort darauf ist inzwischen ganz klar: "Nein!" Das gilt natürlich nicht pauschal, es gibt - wie in Deutschland auch - Menschen in Japan, die sehr gut Englisch sprechen können und solche, die das wohl noch ein bisschen üben müssten. Doch gerade in Geschäften oder Behörden geht ohne fundierte Japanisch-Kenntnisse oft nicht viel. Es ist allerdings etwas gemein darüber zu lästern, denn im Gegensatz zur deutschen unterscheidet sich die japanische Sprache in Grammatik und Vokabular deutlich vom Englischen. Der Schwierigkeitsgrad für Japaner ist als viel höher. Erst hier ist mir aufgefallen, wie ähnlich sich die europäischen Sprachen doch im Grunde genommen sind. Obwohl sich viele Japaner deshalb sehr schwer tun, ist der Wunsch diese Sprache beherrschen zu können sehr ausgeprägt. Es gibt viele Unterrichtsstunden in der Schule, Privatschulen, Computer- und Konsolenspiele und natürlich Fernsehsendungen zu diesem Thema. Gerade letzteres bietet einen gewissen Unterhaltungswert und schlägt dabei gelegentlich über die Stränge (Für alle Ungeduldigen: Ab Minute 0:40 wird es spannend...):

Noch ein Hinweis: Diarrhea lässt sich wohl am besten mit Durchfall übersetzen. Nun ja, das Schlimmste ist wohl, dass das wirklich todernst gemeint ist (ó_O) Im Alltag lassen sich den auch des öfteren interessante bis gewagte englische Konstrukte bewundern. Torsten hat ein paar schöne Beispiele von japanischem Englisch zusammengetragen.

P.S. Mir ist ja gerade erst aufgefallen, was die Damen da auf ihren Hemdchen stehen haben (o_o)

Europameisterschaft in Japan 20.06.2008 @ 18:31

Auch ich in Japan verfolge die Fußball-Europameisterschaft - nach Möglichkeit live am Bildschirm. Aber da gibt es zwei Probleme: Zum einen ist da die Zeitverschiebung, die dazu führt, dass die Spiele nicht um 20:45 Uhr beginnen, sondern um 03:45 Uhr nachts angepfiffen werden und dementsprechend spät - oder in diesem Fall wohl eher früh - enden. Die Nächte, in denen Deutschland spielt, sind also recht kurz. Zum anderen zeigt das japanische Fernsehen recht wenig Interesse an den Spielen, es gibt also keine Live-Übertragungen (mit Ausnahme des Eröffnungsspiels und eventuell kommenden Finalspielen). Das könnte auch wiederum mit der etwas unpopulären Sendezeit zusammenhängen.
Nun ja, es gibt ja noch andere Möglichkeiten. Zum Beispiel werden die Spiele in Echtzeit von ARD und ZDF im Internet verfügbar gemacht (sehr löblich), allerdings reicht meine etwas angestaubte, japanische Internetverbindung nicht für eine ruckelfreie Wiedergabe aus (sehr bedauerlich). Also bleibt mir nichts anderes übrig, als bei anderen ausländischen Sendern mitzuschauen. Das hat dazu geführt, dass ich inzwischen Spiele mit rumänischem, spanischem, arabischem und chinesischem ("Ballacko") Kommentar genießen durfte. Da ich keiner dieser Sprachen mächtig bin, hatte ich also endlich mal die Gelegenheit mir selbst eine Meinung vom Spiel und den merkwürdigen Szenen der Partie zu bilden. Kommenden Mittwoch bin ich natürlich wieder dabei, mal sehen, welche Sprache der Kommentator dieses Mal benutzen wird (^_^)

P.S. Ach ja: DEUTSCHLAND WIRD WELT... äh... EUROPAMEISTER!

Zurück im Leben! 17.06.2008 @ 14:46

Es ist geschafft! Die lange Zeit in dunklen, verstaubten Instituts- und Kellerräumen ist endlich rum und meine Studienarbeit ist soweit abgeschlossen... naja, noch nicht ganz. Es steht noch die Präsentation der Ergebnisse und ein bisschen Nachbereitung aus. Aber das sollte auch noch irgendwie zu schaffen sein (*_*) Die Arbeit trägt den weitläufigen Titel 'Development and Evaluation of a Mechatronical Test Environment for the PROTEUS System' und befasst sich im Großen und Ganzen mit der Konstruktion eines mobilen Roboters. Da ich in letzte Zeit nicht viel anderes gemacht habe, werde ich diesen ersten Eintrag nach der langen Pause dazu nutzen, meine Arbeit und mein Institut kurz vorzustellen.

Mechatronical General Purpose Test Environment
Mechatronical General Purpose Test Environment

Die Präsentation wird im August bei einer internationalen Konferenz auf Hokkaido stattfinden. Gestern habe ich dafür eine kurze Zusammenfassung meiner Arbeit eingereicht. Das ist leider hauptsächlich graue Theorie, aber sobald die Studienarbeit korrigiert wurde, werde ich sie für Interessierte verfügbar machen.
Inhaltlich geht es um den Aufbau einer Testumgebung für ein neuartiges Zuverlässigkeitskonzept, das an meinem japanischen Institut entwickelt wurde. Die Testumgebung besteht aus einem mobilen Roboter, der autonom ein Areal erkunden und kartographieren soll. Für diese Aufgabe verfügt er über zwei schwenkbare Distanzsensoren in der Front, einen Streckensensor in der Bodenplatte und ein Funkmodul, um Kontakt zu einer Kontrollstation zu halten. Diese ganzen Funktionen konnte ich natürlich in der kurzen Zeit nicht umsetzen, aber die Grundfunktionen sind schon mal implementiert. Außerdem soll das gute Stück ja im Rahmen weiterer Forschung noch Potential für Verbesserungen und Erweiterungen haben...

Warum hier in letzter Zeit nichts mehr zu lesen ist... 16.05.2008 @ 16:14

Ja, der letzte Eintrag an dieser Stelle ist nun schon 36 Tage alt und bei mir häufen sich die Anfragen, warum es denn nichts neues gibt. Kurz gesagt: Studienarbeit, Studienarbeit, Studienarbeit. Ich muss mich leider etwas ranhalten, damit ich die Frist einhalten kann. Naja, ich melde mich dann im Juni wieder. Bis dahin sollte alles überstanden sein (^_^)

ältere Einträge >>